Buffy

"Buffy – Im Bann der Dämonen", besser bekannt nur als "Buffy", ist eine US-amerikanische Fernsehserie. Sie wurde als „Buffy – The Vampire Slayer“ im März 1997 erstmalig auf The WB ausgestrahlt. Sie basiert auf dem erfolglosen Kinofilm Buffy, der Vampirkiller von 1992. Die Serie brachte sieben Staffeln, einen Spin-Off, Angel, und mehrere Comicserien hervor.

Sie gehört zu den Serien, die bei mir unter der Rubrik "Liebe auf den zweiten Blick" laufen. Als ich nämlich einmal reinschaute, ging es mir genau wie beim ersten Kontakt mit "Ally McBeal" - ich dachte, was soll das denn?

Wahrnehmung

Dies lag zum einen daran, das die Serie anfangs in Deutschland den Ruf hatte, eine Kinderserie zu sein. Dies liegt daran, dass die erste Staffel, welche auch samstags im Nachmittagsprogram lief, einen recht naiven Charme hatte. Der Eindruck wurde noch durch die Übersetzungen verstärkt, welche dem Original nicht gerecht werden. Allerdings sind die pointierten und originellen Dialoge voller Wortspiele und Popkultur-Anspielungen auch nur schwer übersetzbar, wovon ich mich selbst überzeugen konnte, als ich sie später auf DVD im Original sah.

Auch eine Versetzung in die Prime Time zum Start der vierten Staffel konnte den Ruf nicht verbessern. Tatsächlich gibt es Fans in allen Altersgruppen und Schichten. Im Vergleich zu den großen Hits der Networks waren die Einschaltquoten von Buffy nicht sehr hoch, jedoch verhalf sie WB zu Bekanntheit und wurde eines der Zugpferde des Senders. Da die Fans äußerst treu der Serie verbunden waren, sind die Quoten in den sieben Jahren recht stabil geblieben. Whedon kommentierte das einmal so, dass ihm 100 Leute, die Buffy sehen müssen, lieber sind als 1000, die es nur möchten.

Nach "Angel" ist kein weiterer Spin-Off entstanden, auch wenn mehrere im Gespräch waren. Viele Serien, von denen einige auch jetzt noch laufen, wurden maßgeblich von Buffy inspiriert. Einige Beispiele hierfür sind "Smallville", "Hex", oder "Charmed – Zauberhafte Hexen".

Heute gibt es noch viele Anhänger der Serie. Viele davon diskutieren in den vielen Internetforen und auf den Fanseiten. Manchmal melden sich hier auch einige des damaligen Creative Teams zu Wort. Dass Macher und Fans in ständigen Kontakt zu einander standen und auch noch stehen zählt ebenfalls zu den Besonderheiten der Serie.

Ursprünge

Joss Whedon schrieb ein Drehbuch, in dem es darum ging, dass das Mädchen in einem Horrorfilm nicht schreiend davon rennt, sondern sich zu Wehr setzt. Da Whedon einiges an Dialogwitz in seinen Scripten unterbringt, wurde vieles von der Regisseurin Fran Rubel Kuzui als reine Komödie verstanden. Dadurch wirkte der Film (Buffy, der Vampirkiller) mit Kristy Swanson als Buffy unfreiwillig komisch und ging Ende 1992 im Kino unter - mit Recht. Ich habe ihn "der Vollständigkeit halber" gesehen - muss man nicht.

Als Gail Berman für das damals noch recht junge Network „The WB“ neue Serien suchte, kam sie auf Buffy. Whedon durfte ein 30-minütiges Demo produzieren. Da auch damals keiner außer Joss Whedon selbst an den Erfolg glaubte, gelang es Whedon, sich als Produzent mit den kreativen Entscheidungen als größter Machthaber zu positionieren. Es wurden ein Pilotfilm und zehn Folgen produziert, trotzdem ging die Serie im Herbst 1996 nicht auf Sendung. Im Frühjahr 1997 durfte Buffy dann erstmals auf Sendung gehen und wurde im Sommer sogar verlängert. Für Buffy gründete Joss Whedon seine eigene Produktionsfirma Mutant Enemy.

So erwies sich der Flop des Films im nachhinein als Glücksfall denn so konnte Joss Whedon seine vision umsetzen, wie er es wollte, ohne das ihm jemand reinredete. Seinem Mut zum Risiko verdanken wir eine grandiose epische Serie!!!!

Inhalt

In der Rahmengeschichte geht es um eine Vampirjägerin. In jeder Generation wird ein Mädchen von höheren Mächten auserwählt, um die Welt vor Dämonen zu beschützen, in der Serie eben Buffy Summers. Die Serie erzählt davon, wie Buffy nach der Scheidung ihrer Eltern mit ihrer Mutter nach Sunnydale zieht. In Sunnydale trifft sie auf neue Freunde, einen neuen Wächter (Ausbilder) und erfährt, dass die Stadt auf einem Höllenschlund (Tor zur Hölle) gebaut wurde. Neben ihren Auseinandersetzungen mit Dämonen, welche oft auch als Metaphern für reale Teenagerängste stehen, geht es auch um ganz normale Jugendprobleme und das Erwachsenwerden. Durch die vielen unterschiedlichen Thematiken lässt sich Buffy auch nicht in ein Genre unterordnen. Es gibt Episoden, welche sehr humorvoll sind, andere spielen in die Horror-, Action-, Drama- oder Soapebene. Oftmals werden die Genres auch in den einzelnen Folgen vermischt.

Videos

Humorvoll wurde es meist wenn Alkohol ins Spiel kam - ich glaube, eine Siegesfeier mit Buffy wäre lustig geworden:

Eine der wunderbarsten Folgen war die Musical Episode Noch einmal mit Gefühl, besser bekannt unter dem englischen Titel Once More, with Feeling, (Episode 6.07)Joss Whedon, Schöpfer der Serie, fungierte nicht nur als Regisseur und Drehbuchschreiber dieser Folge, er textete und komponierte mit Unterstützung von Christophe Beck und Jesse Tobias auch die Lieder. 

Hier das wunderbare Duett von Giles und Tara:

Viele Dinge wurden in "Buffy" thematisiert, unter anderem auch lesbische Liebesbeziehungen, und die zwischen Willow und Tara war wohl eine der schönsten und traurigen überhaupt, die ich jemals sah: