Harzer Wandernadel Stempelstelle 200 BURG FALKENSTEIN

So war aus dem Zielpunkt MAUSOLEUM unserer Wanderung nunmehr ein Startpunkt geworden.

 

Wir folgten dem 1992 errichteten Naturlehrpfad direkt an der Selke entlang über eine Strecke von etwa 2 km bis zum Gasthof „Zum Falken“.

Auf insgesamt 13 Schautafeln gibt es auf dem Weg Informationen rund um den Lebensraum Selke. Dem Wanderer werden die Geologie, aber auch die Flora und Fauna des Selketals näher gebracht.

 

 

Aber außerdem sind diese 2 Kilometer auch ein Trimm-dich-Pfad. Zahlreiche Stationen ermuntern zu sportlicher Betätigung:

Das Tal der Selke ist sicher das idyllischste aller Harzer Flusstäler. Und es ist vollständig Natur belassen und unverbaut – keine Staumauer beeinflusst das Landschaftsbild und hält den Lauf des Flusses auf. Die Selke ist ein Nebenfluss der Bode und hat ihren Ursprung zwischen Stiege und Güntersberge. Sie durchfließt, in einem bis 80m tief eingeschnittenem Tal, den Unterharz auf einer Länge von 34 km. Dann durchfließt sie eine breite Tal-Aue im nördlichen Harzvorland um nach weiteren 35 km hinter Hedersleben in die Bode zu münden.

 

 

Das Selketal zeichnet sich durch naturnahe Bachstrukturen und eine natürliche Gewässerdynamik aus.:

Die Talhänge sind mit heimischen Laubbäumen bewaldet, doch oft kann sich auch noch nackter Fels behaupten:

An der Pforte des Selketals, idyllisch eingebettet in die grüne, beschauliche Landschaft, erreichten wir das Gasthaus und Hotel „Zum Falken“:

Hier rasteten wir kurz (und ich verspeiste ein Würzfleisch, das mit zum Besten gehörte, was ich je verzehrte) und suchten natürlich auch die Toilette auf, welche eine geschmackvolle Kombination aus Moderne und Mittelalter darstellte, wie dies Waschbecken zeigt:

Mit mehr Zeit hätte ich mir in der dieser Lesestube auch noch die Bücher angeschaut, doch vor uns lagen ja noch Aufstieg zur Burg und Rückweg zum Parkplatz, und mittlerweile war es schon Nachmittag, also brachen wir wieder auf. Nach einem steilem, wirklich steilem Anstieg (der aber luftlinienmäßig der kürzeste Weg war) fanden wir dann auch gleich die Stempelstelle zu Füßen der majestätischen Burg:

Sie ist rot, gelb und schwarz, bietet Platz für 40 Personen und hat einen umgebauten Suzuki Vitara mit Allradantrieb an der "Spitze": die neue "Falkensteiner Burgbahn". Ich hatte noch die alte Bimmelbahn aus DDR-Zeiten in Erinnerung, doch deren Betreiber ging 2006 in Pension. Wäre es nicht schon fast 17 Uhr gewesen, hätten wir die Burg besichtigt und danach wieder hinunter gewandert, so nutzen wir diese, wie ich glaubte, komfortablere Möglichkeit, wieder hinunter zu kommen.

 

Doch ich ahnte nicht, das vom Halte-Endpunkt der Bahn, dem Parkplatz an der um diese Zeit schon geschlossenen Tourist-Information, nur die Straße „Zum Falken“ zurückführte – ca. 2 Kilometer Serpentine gewunden hinab ohne einen Streifen am Rande für Fußgänger oder Wanderer. Glücklicherweise war relativ wenig Verkehr und wir waren froh als wir am Gasthaus dann die Straße verlassen und auf Wiesenpfaden an der Selke zurück unser Auto erreichten.

 

So hatten wir 2 Stempelstellen geschafft, und die dritte sollte bald darauf folgen..

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